Vergleichsstudie


Die Vergleichsstudie-ForWind zwischen Freilandleitung und Erdverlegung liegt vor und wurde am 23.09.05 und 28.09.05 im Kreishaus in Wildeshausen bekannt gegeben. Die Vertreter der IG waren zu den beiden ersten Terminen nicht geladen, sind aber trotzdem hingegangen. Wir wurden nicht rausgeworfen, sondern haben uns das Ergebnis angehört. Ursprünglich wollte man wohl konstruktive Kritik von fachkundigen Personen vermeiden. Da wir in den Medien über diese Praktiken der E.on berichteten, wurde kurzfristig ein zusätzlicher Termin für den 05.10.05 festgesetzt. Hierzu waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im "Koems-Saal" in Harpstedt eingeladen. Die Resonanz war aber eher gering. Das liegt zum einen an der kurzfristigen Terminplanung und zum anderen daran, dass wir das Ergebnis der Studie bereits bekannt gegeben hatten. Die Betroffenen der Hochspannungstrasse und Mitglieder der Interessengemeinschaft Vorsicht-Hochspannung wollen keine Verlegung der Trassenführung von "A" nach "B", sondern die Erdverlegung. Erst wenn sich E.on dahingehend gesprächsbereit zeigt, werden die Betroffenen sich mit ihnen an einen Tisch setzen.

Wie wir berichteten, waren wir mit den Ausgangsvoraussetzungen der Studie nicht einverstanden. Unberücksichtigt wurde  u.a. der volkswirtschaftliche Schaden, den eine Freilandleitung anrichten würde (Wertminderung der Grundstücke, Verschandelung der Landschaft, Schäden bei extremen Witterungsverhältnissen etc.). Da hierfür die E.on aber nicht aufkommen muss, wurden diese Dinge in der Studie eben nicht zu Grunde gelegt.

Die Zahlen, die in der Studie zu Grunde gelegt wurden, wurden übrigens von E.on selbst geliefert. "Ein Schelm sei der, der Böses dabei denkt."

Die Studie wirft aber noch weitere Fragen auf (näheres siehe Zeitungsartikel - unten).

Weil bestimmte Kriterien nicht berücksichtigt wurden, war das Ergebnis für uns auch nicht überraschend. Eine Erdverlegung mittels "Gasisolierter Leitungen (GIL)"  würde lt. der Vergleichsstudie ca. 4 bis 5 -fach teurer sein als eine Freilandleitung (bei VPE-Erdkabel ca. 2-fach). Interessant dabei ist, dass E.on vor der Studie immer wieder behauptet hat, dass GIL 10 bis 12 mal teurer als Freilandleitung wäre. Anfänglich sogar 15-fach.

Fakt ist, dass die Mehrkosten nahezu auf "Null" gesenkt werden könnten, wenn endlich Entscheidungsträger und Politiker es nicht weiter zulassen, dass E.on nur seine wirtschaftlichen Belange in den Vordergrund stellt.

Bislang finden wir von der IG nur von einzelnen Politikern Unterstützung. Die Parteien schaffen es nicht, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und das Problem zusammen anzugehen. Nur durch Reden und Interesse bekunden, wird das Problem nicht gelöst. Unser Anliegen darf nicht eine parteipolitische Angelegenheit bleiben.

Es wird Zeit, dass endlich Taten folgen !!!

In den hier zusammengestellten Zeitungsartikeln wird über das Thema umfassend berichtet. Eigentlich wollen alle die Erdverlegung, jeder gibt aber nur seine Meinung kund, ohne mit dem anderen die Problematik gemeinsam anzugehen. Hier muss sich bei Entscheidungsträgern und Politikern entscheidend was ändern.

 

Urteilen sie selbst:

Kreiszeitung vom 15.08.2005 - Zweifel an Neutralität - E.on sponsert Gutachten

Nordwest-Zeitung vom 24.09.2005 - Umfassender Bericht rund um das Thema Vergleichsstudie
(etwas längere Wartezeit beim Aufrufen !)

Nordwest-Zeitung vom 24.09.2005 - Politik will Erdkabel statt Freileitung

Delmenhorster Kreiszeitung 24.09.2005 - Brunkhorst kritisiert Studie von ForWind

Weser-Kurier vom 24.09.2005 - Geestbewohner unter Strom

Delmenhorster Kreiszeitung 24.09.2005 - Studie stellt E.on-Interessen in den Vordergrund

Wildeshauser Zeitung vom 26.09.2005 - GIL wäre möglich

Nordwest-Zeitung vom 26.09.2005 - Gutachten läßt Wünsche offen

Nordwest-Zeitung vom 27.09.2005 - Schritt in Richtung Erdverlegung

Bildzeitung vom 27.09.05 - Harpstedt: Zoff um Starkstromleitung

Kreiszeitung vom 27.09.2005 - Anwohner stellen sich quer

Nordwest-Zeitung vom 28.09.2005 - Gemeindebund fordert Erdkabel

Kreiszeitung vom 28.09.2005 - Das Orakel zu Bayreuth

Pressemitteilung 23.09.2005 - GRÜNE für Erdkabel statt Freileitung im Oldenburger Land - Kostengünstiger als erwartet

Kreiszeitung vom 14.10.2005 - ForWind-Studie reicht nicht

 

Zum Unterschied VPE-Kabel und Gasisolierter Leitung - näheres hier!

 

 

zurück nach oben