Vergleich Erdmagnetfeld - Magnetfeld einer Freileitung


Das Erdmagnetfeld ist mit ca. 50 µT (mittlere Breiten) vergleichbar mit den maximalen Werten, die eine 380 kV-Freileitung direkt unter der Trasse erzeugt und ist höher als das, was von der Freileitung in den benachbarten Wohnungen zu erwarten ist.

Allerdings ist das Erdmagnetfeld ein „GLEICHFELD" mit der Frequenz von „0 Hz" und damit überhaupt nicht mit dem „50 Hz- WECHSELFELD" einer Freileitung zu vergleichen.

Vorsorgeempfehlungen für Wechselfelder spielen für statische Gleichfelder keine Rolle!

Dazu ein 'plakativer' und zugegebener Maßen übertriebener Vergleich:

Nur weil ein großer Findling schwerer ist als ein Auto (Gewicht <-> Magnetfeld), ist die Gefährlichkeit des fahrenden Autos mit 50 km/h doch erheblich größer als die des nur „rumliegenden" Steins (Geschwindigkeit <-> Frequenz).

Die Exposition bei der Benutzung von körpernah benutzten elektrischen Geräten kann im Nahbereich zum Teil deutlich höher sein (vgl. Haarföhn, Fernseher oder elektrische Rasierer). Auch einige andere Geräte verursachen für den Benutzer Magnetfelder in der Größenordnung, wie sie auch die Freileitung erzeugt. Ein Fernseher erzeugt im Abstand von 3 cm eine magnetische Induktion von 2,5- 500 µT wobei sich das Feld schon ab einem Abstand von 30 cm auf 0,04- 4 µT reduziert. Aus solch einer Entfernung wird wohl niemand Fernsehen.

Wichtig ist auch, die Felder der elektrischen Geräte betreffen nur den direkten Nutzer und nur während der kurzen Nutzungsdauer und einer Entfernung von wenigen Zentimetern.

Die Felder der Hochspannungsleitung stellen eine permanente Dauerbelastung dar, welche sich nicht abschalten lassen.

Außerdem kann bei den Geräten jeder - immer wieder neu – selbst entscheiden, ob er sie benutzt oder nicht. Allerdings ist wissenschaftlich völlig unklar, ob auch die häufige Benutzung von elektrischen Haushaltsgeräten zu Risiken führt. Dagegen ist die Risikoerhöhung für Leukämie bei Kindern statistisch gut abgesichert.

 

 

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