Wir über uns

 

 

Gründung

 

Die Interessengemeinschaft „Vorsicht Hochspannung“ gründete sich am 27. 10.04 offiziell in Colnrade. 220 direkt betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Oldenburg und Diepholz folgten der Einladung von Jens Kammann und Frank Windhorst und ließen sich über den geplanten Bau der 380 kV-Leitung mit ca. 60 m hohen Strommasten von Ganderkesee bis St. Hülfe (Landkreis Diepholz) informieren. Sie erhielten Informationen über die Auswirkungen dieser Freileitung, über Alternativen zur Freilandtrasse und über Protestaktionen der bisher im lockeren Zusammenschluss arbeitenden IG.

 

 

Ziele

 

Die IG „Vorsicht Hochspannung“ lehnt die 380 kV-Freileitung mit ihren ca. 60 m hohen Strommasten von Ganderkesee nach St. Hülfe ab, für die  E.ON Netz GmbH das Raumordnungsverfahren bei der Regierungsvertretung Oldenburg beantragt hat. Wir fordern eine Erdverlegung, da die Freileitung nach den Plänen der E.ON zum Teil Gebäude überspannen soll.

 

Die IG möchte über negative Auswirkungen dieser Freileitung informieren, um möglichst viele Menschen darauf aufmerksam zu machen und zu mobilisieren.

 

Eine Ablehnung der Freileitung wird nur dann Erfolg haben, wenn möglichst viele Menschen hinter der IG stehen; daher müssen Bedenken und Risiken gegen die Trasse möglichst frühzeitig bekannt gemacht werden.

 

Im Zuge des Netzausbaues für die regenerative Energiegewinnung sind bis zum Jahr 2015 850 km zusätzliche Freileitungen geplant. Deshalb kann keiner sicher sein, ob demnächst nicht auch vor seiner Tür eine Freileitung errichtet wird. Das Problem betrifft somit nicht nur die Betroffenen zwischen Ganderkesee nach St. Hülfe, sondern jeden.

 

 

 

Bedenken gegen die 380 kV-Freileitung
(weiteres siehe Themenfelder)

  • Erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger

  • gesundheitliche Risiken durch Elektrosmog.

  • Nachteile für das Landschaftsbild und den Naturraum.

  • Falls diese Freileitung gebaut wird, dann werden weitere Trassen neben dieser Trasse folgen, da dann nach dem Prinzip der Bündelung verfahren wird, wodurch sich die Abstände zu bebauten Gebieten unter Umständen weiter verringern.

  • Erhebliche Gefahren bei extremen Witterungsverhältnissen.

  • Unnötiger Kohlendioxidausstoß durch mehr Verluste bei Freileitungen ggü. Erdleitungen

 

Konkrete Forderungen

 

Wir fordern eine Erdverlegung dieser 380 kV-Leitung. Hier müssen moderne Leitungstechniken angewandt werden, z.B. „Gasisolierte Leitungstechnik“ (GIL).

 

Beantwortung der Frage:

„Wird diese Trasse z.Zt. überhaupt gebraucht?

 

Bundesumweltminister Trittin erklärt in einem Schreiben, dass „für die bereits genehmigten Windparks vor der niedersächsischen Küste grundsätzlich ausreichende Leitungskapazitäten zur Verfügung stehen“.

 

Eine Überprüfung der bestehenden Leitungskapazitäten ist notwendig. Das bereits bestehende Leitungsnetz könnte durch technisch innovative Lösungen ausgebaut werden und damit einen neuen Freileitungsbau abwenden.

 

Wir fordern eine Aussetzung des Raumordnungsverfahren, bis ein Gesamtkonzept für die Ableitung der regenerativen Energie erarbeitet wurde. Umweltfreundlich erzeugte Energie muss auch umweltfreundlich transportiert werden.

 

In Niedersachsen existiert im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen und Bremen kein Abstandserlass. Der gesetzliche Grenzwert für das gefährliche magnetische Feld liegt 500-fach über dem medizinischen Vorsorgewert. Wir fordern einheitliche Regelungen auf Bundesebene und Angleichung des gesetzlichen Grenzwertes an den Vorsorgewert.

 

Wir möchten an dieser Stelle bereits deutlich machen, dass wir nicht gegen die regenerative Energiegewinnung sind.

 

Wir fordern:

"Umweltfreundlich erzeugte Energie muss auch umweltfreundlich transportiert werden!"

 

 

 

Mögliche Hilfen zur Realisierung einer Erdverlegung

 

Immer wieder wird das Argument angeführt, eine Erdverkabelung sei zu teuer. Die Zahlen müssen genau überprüft werden. Ein betriebswirtschaftliches Gutachten wurde bereits erstellt. Es ist erforderlich, dass auch die volkswirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt werden. Außerdem könnte eine Erdverlegung als Pilotprojekt durchgeführt werden. Es muss ein Gutachten erstellt werden, bei dem die Freileitung und die Erdverlegung gegenübergestellt wird und in dem die betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Solange muss das Raumordnungsverfahren ausgesetzt werden.

 

Die IG benötigt die Hilfe der Politik. Land, Bund und EU müssen hier innovativ tätig werden, um zur Realisierung eines solchen Projektes beizutragen.

 

Eine Erdverlegung hätte kürzere Planungszeiten zur Folge, weil sie mehr Akzeptanz in der Bevölkerung findet und das Genehmigungsverfahren erheblich verkürzt wird.

 

Aber warum behaart E.ON dann nach wie vor auf die Freileitung? Der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Prof. Ahmels, sieht hierin eine bewußte Verschleppung des Netzausbaues von E.ON, um die Konkurrenz der Windenergieerzeugung zu blockieren!

 

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Bereits durchgeführte Aktionen (Weitere Aktionen siehe Ereignisse):

  • Unterschriftensammlung

  • Plakataktionen in den Gemeinden Colnrade, Eydelstedt, Winkelsett und Harpstedt.

  • Informationsstand auf dem Hökermarkt in Colnrade

  • Informationsveranstaltung und Gründungsveranstaltung in Colnrade (Landkreis Oldenburg)

  • Informationsveranstaltung in Eydelstedt bei Barnstorf

  • Diskussionsrunde bei Nordwest-Radio

  • Informationsstand auf dem Scheunenweihnachtsmarkt in Wohlde

  • Informationsveranstaltung in Ganderkesee. Bei dieser Veranstaltung übergaben die Vorsitzenden der IG dem Abgeordneten Torsten Thümler (Mitglied im Petitionsausschuss) ihren Antrag "Abstandserlass an den Petitionsausschuss" mit der Bitte, ihn an betreffender Stelle einzureichen. Der Landtag soll hiermit veranlasst werden, Abstandsrichtlinien auf ein vertretbares Maß wie z.B. in Nordrhein-Westfalen gesetzlich zu regeln.

  • Beauftragung des Rechtsanwaltes Prof. Dr. Hans Ganten - www.ghb-law.de - mit der Wahrnehmung unserer Interessen.

  • Informationsveranstaltung in Hengsterholz

  • Beim Landkreis Oldenburg fand ein Informationsgespräch u.a. mit Vertretern der Firma E.on statt.

  • In Hannover wurde Landesminister Ehlen und einige Abgeordnete über die Problematik persönlich informiert.

  • Die IG verfasst einen Brief an Bundesminister Wolfgang Clement (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit).

  • Informationsveranstaltung im Koems-Saal in Harpstedt. Vorstellung des Rechtsanwaltes Dr. Ganten und Erläuterungen zur Vorgehensweisen beim Einwand gg. das Vorhaben der E.on

  • Im Plenum des Landtages Niedersachsen wird von den Parteien ein Antrag vorgelegt, der der Erdverlegung den Vorrang einräumen soll. Vertreter der Interessengemeinschaft nehmen nach Einladung an dieser Sitzung teil.

  • Informationsveranstaltung in Beverbruch und Unterstützung der dort von der sog. "Y-Trasse" der Fa. Windland betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

  • Zwei Fernsehauftritte der Interessengemeinschaft beim Fernsehsender "Radioumlandtv" in der Sendung "Vor Ort"  und "Umzu passiert". 

  • Informationsveranstaltung in Friedrichsfehn bezügl. der geplanten "Y- Trasse" der Firma Windland. 

  • Treffen mit dem Minister des Europäischen Parlamentes, Herrn Mayer.

  • Informationsveranstaltung in St. Hülfe im Hotel "Kastendiek". 

  • Im Landtag in Hannover fand eine Expertenanhörung statt (Vergleich Kabel- Freileitung). Neben anderen Sachverständigen waren bei diesem Termin auch Vertreter der IG Vorsicht-Hochspannung anwesend. Der Vorsitzende Jens Kammann konnte repräsentativ die Interessen der IG vortragen
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  • Protestaufkleber entworfen -näheres hier!

  • Plakataktion in Eydelstedt -näheres hier und hier!

  • Radioauftritt bei NDR 1 in Zusammenhang mit dem geplanten Offshore-Windpark im Nordseewattenmeer.

  • Fernsehauftritt bei "Buten und Binnen" -näheres hier!

  • Proteststernfahrt mit dem Fahrrad entlang der geplanten Freilandtrasse -näheres hier!

  • Infostand auf dem Hökermarkt in Colnrade -näheres hier!

  • Live-Diskussionsrunde beim Nordwest-Radio

  • Brief an betroffene Gemeinden im Münsterland -näheres hier!

  • Mitwirkung bei der Aufzeichnung einer TV-Sendung beim Wirtschaftsmagazin "Markt" auf N3 -näheres hier!

  • Benefizkonzert von Hille Perl und Lee Santana zu Gunsten der IG Vorsicht-Hochspannung bringt 1800 Euro -näheres hier!

  • Brief an Umweltminister Sigmar Gabriel

  • Brief an die MdB, EU und Umweltministerien -näheres hier!

  • Protest der IG bei Wahlkampfveranstaltung der CDU -näheres hier!

  • Infostand beim Hökermarkt 2006 in Colnrade -näheres hier!

  • 'Verkauf von Weihnachtskarpfen zu Gunsten der IG bringt 500 Euro
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  • Informationsveranstaltung der Landvolkverbände Grafschaft Diepholz und Mittelweser
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  • Treffen mit Vertretern anderer Interessengemeinschaften in Bad Gandersheim
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  • Offener Brief an Ministerpräsident Wulff.
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  • Open-Air-Konzert "Rock gegen E.ON"
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  • Anhörung zum neuen Niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm im Nds. Landtag. Die IG kommt mit einer Stellungnahme zu Wort.
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  • Luftballonweitflugwettbewerb beim Hökermarkt 2007
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  • Vorstellung des Gesetzentwurf "Erdkabelgesetz" in Berlin. Die IG stellt ihre Belange vor.

  • Anhörung im Umweltausschuss des Nds. Landtages
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  • Luftballonweitflugwettbewerb
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  • Interview bei Radio-Weser-TV
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  • Kultur unter den Linden
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  • Bevorstehende Verabschiedung des Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG). Die IG schreibt an die Bundesratsabgeordneten.
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  • IG lässt den Entwurf des EnLAG von einem Fachjuristen überarbeiten und überstellt ihn an alle Bundestagsabgeordneten.
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  • Öffentliche Anhörung des Wirtschaftsausschusses des Bundestages.
    Unser Aktivist Ludwig Lettmann war mit unserem Rechtsanwalt Dr. Ganten nach Berlin gefahren.
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Teilerfolg Erdkabelgesetz

 

Am 13.12.2007 verabschiedete der Niedersächsische Landtag das Erdkabelgesetz. Im Nds. Landesraumordnungsprogramm werden zudem Mindestabstände zu Wohnsiedlungen (400m) und Einzelwohnhäusern (200 m) aufgenommen. Das Gesetz sieht aber nur eine Teilverkabelung vor. Da wir weiterhin eine Vollverkabelung fordern, sehen wir die Verabschiedung des Erdkabelgesetzes als Teilerfolg an. Auch wenn die geplante Freileitung von Ganderkesee nach St. Hülfte in der ursprünglich von E.ON geplanten Form nicht mehr realisierbar  sein dürfte, kämpfen wir weiter für die Vollverkabelung. Eines steht aber jetzt schon fest:

Man muß sich vor "Wirtschaftsriesen" wie der E.ON nicht beugen. Durch den Widerstand in der Bevölkerung kann auch der kleine "David" den Riesen "Goliath" in die Knie zwingen. Das dürfte mit der Verabschiedung des Erdkabelgesetzes und der Aufnahme von Abstandserlassen zumindest teilweise gelungen sein. Bei unserer Gründung im Oktober 2004 war Erdverkabelung im Höchstspannungsbereich (380 kV) nirgendwo ein Thema. Erst durch unseren Widerstand und durch unsere immer sachlich geführte Argumentation wurde Erdverkabelung ein Thema.

Allen Kritikern unserer Arbeit sei hiermit gesagt: "Kämpfen lohnt sich immer. Wer nicht kämpft, kann auch nicht gewinnen."

 

Durch den Gesetzentwurf der Bundesregierung (Energieleitungsausbaugesetz - EnLAG) droht das Nds. Erdkabelgesetz kassiert zu werden. Wir würden dann wieder am Anfang unserer Bemühungen stehen. Derzeit bemüht sich die IG um Nachbesserung des Gesetzentwurfes.

 

 

Mitgliedschaft in der IG

 

Derzeit hat die IG ca. 3500 Mitglieder aus den Landkreisen Oldenburg und Diepholz mit steigender Tendenz.

 

Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben. Mit einer passiven Mitgliedschaft unterstützt man die Ziele der IG. Aktive Mitgliedschaft bedeutet Mithilfe bei Aktion der Interessengemeinschaft.

 

 

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