Störenfriede in der Landschaft oder etwa schlanke Erscheinungsbilder als Bereicherung des Landschaftsbildes ?
 

  E.on hat die Firma „Intac“ aus Hannover mit der Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie beauftragt.

Bei dieser Studie soll es sich um ein objektiv erstelltes Gutachten handeln, dass im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren Bestand haben soll. 

Bereits auf Seite 2 der Beschreibung des Vorhabens wird bei dem Mastgestänge von einem „schlanken Erscheinungsbild“ gesprochen. Wenn man die Abmessungen der Strommasten, die hier errichtet werden sollen, zugrunde legt, kann ganz und gar nicht von einem „schlanken Erscheinungsbild“ gesprochen werden. Die Strommasten haben die stolzen Ausmaße von

56,50 m Höhe und 31 m Breite.  

Wenn man bei diesen Maßen die 36 m hohe Colnrader Kirche vergleicht, wird der Größenunterschied deutlich. Es handelt sich bei den Masten klar um Störenfriede im Landschaftsbild, wenn man bedenkt, dass ca. alle 300 m solch ein Mast errichtet wird.

Weiterhin wird in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) davon gesprochen, dass auf größere Distanz die Masten „nicht als dominanter Bestandteil des Landschaftsbildes wahrgenommen werden“. Bei derartigen Ausmaßen  und relativ geringen Mastabständen kann davon nicht die Rede sein. 

Des Weiteren wird u.a. in der UVS sinngemäß ausgeführt, dass „die Sicht auf die Masten durch andere Objekte verdeckt sein kann“. Welche Objekte haben solche Ausmaße, dass sie einen derartigen Koloss verdecken?

Die visuelle Wirkung der Freilandleitung wird in der UVS als gering gewertet. Solche Kolosse sind nicht zu übersehen. Von einer geringen Beeinträchtigung kann im gesamten Streckenabschnitt nicht die Rede sein.

Das zum Thema „objektive Umweltverträglichkeitsstudie“. Anbei kann man einen Blick auf die ach so „schlanken Erscheinungsbilder“ werfen.

         

             

                

 

 

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